Mit diesen 2 Hebeln nimmst du direkt Einfluss auf die Zufriedenheit deines Teams
- 25. Juni
- 3 Min. Lesezeit

In der heutigen Arbeitswelt ist die Zufriedenheit deiner Mitarbeitenden mehr als nur ein Trend – sie ist entscheidend für den langfristigen Erfolg deines Unternehmens.
Als Führungskraft hast du einen direkten Einfluss auf die Zufriedenheit deines Teams.
Grundsätzlich hängt Arbeitszufriedenheit von 2 Faktoren ab:
1. Den Erwartungen an eine Situation
2. Der realen objektiven Situation
An beiden Stellen kannst du als Führungskraft ansetzen, um die Zufriedenheit zu steigern. Wobei der Einfluss auf Erwartungen sogar präventiv Unzufriedenheit vermeiden kann.
Frage dein Team doch einfach mal offen, entweder im Meeting oder im 1:1 Gespräch, wie die Erwartungen zu verschiedenen Themen sind. Dann kannst du die Erwartungen mit der realen Situation abgleichen und weißt direkt, wo du ansetzen kannst.
Frage konkret, womit deine Mitarbeitenden zufrieden sind und womit nicht. Dabei ist konstruktive Unzufriedenheit kein Ärgernis, sondern eine Quelle und Inspiration für sinnvolle Verbesserungen. Genauso darf diese Frage auch von dir moderiert werden.
Dabei können insgesamt 4 verschiedene Szenarien auftauchen:
Erwartungen und reale Situation passen überein – Klasse! Hier brauchst du als Führungskraft nichts zu tun.
Erwartungen sind ungerechtfertigt größer als reale Situation – hier besteht schneller Klärungsbedarf. Als Führungskraft kannst du durch ehrliche und rechtzeitige Kommunikation die Erwartungen deiner Mitarbeitenden beeinflussen und auf die reale Arbeitssituation vorbereiten. So verhinderst du falsche Vorstellungen und spätere Enttäuschungen. Die Unterstützung hin zu realistischen Erwartungen bietet für Mitarbeitende eine transparente Orientierung und ist daher nicht per se etwas Schlechtes. Wichtig ist jedoch eine ehrliche Erklärung, warum die reale Situation so ist und bleiben muss. Lege deine Gründe offen. Damit zeigst du auch, dass du deine Mitarbeitenden ernstnimmst und für vernünftig und mündig genug hältst eine sinnvolle Erklärung auch anzunehmen.
Erwartungen sind gerechtfertigt größer als die reale Situation – hier besteht direkter Handlungsbedarf. Die reale Situation sollte durch passende Maßnahmen an die Erwartungen angepasst werden. Idealerweise nimmst du dein Team mit auf diese Reise und lässt sie die Veränderungen, wann immer möglich, mitbestimmen.
Erwartungen sind kleiner als die reale Situation – hier besteht kein direkter Handlungsbedarf, sondern es ist eine positive Überraschung für deine Mitarbeitenden zu erwarten. Das hebt Stimmung und Vertrauen.

Abschließend möchten wir dir noch einige Best Pracises mitgeben, wie du sinnvoll auf Erwartungen deiner Mitarbeitenden einwirken kannst:
1. Transparente und ehrliche Kommunikation: Klare und offene Kommunikation ist essenziell. Informiere dein Team zeitnah über alle relevanten Details und sei offen für Nachfragen. Auch wenn sich noch nichts Neues ergeben hat, weil ihr beispielsweise noch auf eine Rückmeldung vom Kunden wartet, macht es Sinn dies regelmäßig zu sagen. Je mehr Klarheit du schaffst, desto realistischer werden die Erwartungen.
2. Realistische Ziele: Stelle sicher, dass die gesetzten Ziele herausfordernd, aber erreichbar sind. Zudem sollte die Zielerreichung auch für deine Mitarbeitenden durch ihr Engagement direkt beeinflussbar sein und nicht zu stark von anderen äußeren Faktoren abhängen. Überambitionierte Ziele können zu Enttäuschungen führen, während realistische Ziele Motivation und Engagement fördern.
3. Feedback und Anpassung: Hole regelmäßig Feedback ein und gib auch regelmäßig welches. Schlimm ist nicht konstruktives negatives Feedback, sondern gar keines. Ohne Feedback lässt du dein Team in Unsicherheit und die Erwartungen können nicht auf vernünftige Grundlagen fußen. Sollten bei dem Feedback notwendige Anpassungen herauskommen, sei bereit und offen für deren Umsetzung. Das zeigt, dass du die Meinungen und Bedürfnisse anderer wertschätzt und offen für Veränderungen bist.
4. Empathie und Verständnis: Versetze dich in die Lage der anderen. Verständnis für ihre Perspektive zu zeigen, hilft dir, ihre Erwartungen besser zu erkennen und darauf einzugehen. Ein Verstehen-Wollen des anderen ist für viele Klärungsprozesse schon die halbe Miete.
Indem wir die Erwartungen anderer aktiv beeinflussen, können wir nicht nur die Kommunikation verbessern, sondern auch die Beziehungen stärken und gemeinsam wachsen.
Eine ehrliche Kommunikation dieser Themen ist bei euch schwer und du wünscht dir dazu Unterstützung oder einfach nur ein paar konkrete Tipps für deine nächsten Schritte? Schreib uns eine Mail unter info@wertemanagement-lange.de.



