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Dein Umgang mit der Angst – so verwandelst du Krisen in Chancen!

Lerne Ängste und Krisen zu schätzen als natürlichen Bestandteil deines Lebens

Gastbeitrag von Kolja Mahler-Wingen


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Starten wir mit einer Geschichte:


Eva ist eine erfolgreiche Chirurgin. Talentiert, ambitioniert und auf dem Weg eine große medizinische Karriere zu machen. Dann der Schock. Bei einem Reitunfall verletzt sie sich so schwer an der Hand, dass sie den filigranen Anforderungen einer Operation nicht mehr gerecht werden kann. Sie zieht sich zurück, ist überwältigt von der Angst, dass ihre Karriere vorbei ist und spürt die Unsicherheit bezüglich ihrer beruflichen und finanziellen Zukunft. Aus dem Bruch an der Hand wird eine persönliche Krise.


Was können wir alle von Eva und ihrer Krise lernen?


„Wir LEBEN in Zeiten multipler KRISEN“ titelte die ZEIT bereits im Jahr 2022 und die öffentliche Berichterstattung ist voll von Beiträgen und krisenbehafteten Wortkreationen: Finanzkrise, Umweltkrise, Ukraine-Krise, Wirtschaftskrise bis hin zur persönlichen Sinnkrise einer ganzen Generation.


Leben ist Bewegung. Und Bewegung folgt dem Prinzip der ständigen Veränderung. Also auch kein Leben ohne Veränderung. Dieses natürliche Grundprinzip findet sich sowohl in der Philosophie als auch in der Naturwissenschaft wieder.


Wirkt es vor diesem Hintergrund nicht gerade grotesk, dass die Angst vor Veränderung meist größer wiegt als die Angst vor dem Stillstand, der in der Natur gleichbedeutend mit dem Tod ist?


Glücklicherweise geht es im Business selten um Leben und Tod, und doch werden Krisen oftmals als negative emotionale Tiefpunkte erlebt. Dabei sind Krisen in der ursprünglichen Definition lediglich „kritische Wendepunkte“, also Punkte schneller Bewegung und Entwicklung. Sie sind zutiefst natürliche Prozesse, die im ursprünglichen Sinne sehr lebendig daherkommen. Ganz so wie bei unserer Protagonistin Eva.


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Ist also gar nicht die Krise das Problem, sondern die Angst vor dem, was danach kommt? Die Angst vor dem Unbekannten? In der Psychologie wird eine Krise als „Zustand psychischer Überforderung“ beschrieben. Die natürlichen Bewegungen im Leben eines Menschen werden dann als zu schnell empfunden und bringen das Gleichgewicht ins Wanken. Wenn dann noch Angst, quasi als Teilchenbeschleuniger dazu kommt, entsteht eine große Spannung. Eine Spannung die sich entladen will, um nach der Krise wieder den Urzustand der fließenden Bewegung herzustellen.

Ganz so wie Eva, die ihr Gleichgewicht nach ihrem Unfall und ihrer Krise wiedergefunden hat:


Mit der Zeit heilen nicht nur die Wunden an Evas Hand, sondern sie wird sich bewusst, dass diese Krise sie dazu zwingt alternative Wege zu gehen und neue Ziele zu definieren. Sie findet eine neue Stelle in der Forschung und entwickelte neue Verfahren zur computergesteuerten Operationsunterstützung. Sie kann ihre Fähigkeiten und ihre Erfahrung wunderbar ausspielen und die Tätigkeit passt perfekt zu ihren Werten. Sie fühlt sich lebendiger, als sie es jemals im Klinikalltag gespürt hatte.

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Evolutionär gesehen ist Angst ein Zustand, der den Menschen in Bewegung versetzt und damit vor der Starre und dem sicheren Tode schützt.


Positiv formuliert ist die Angst vor der Krise also nichts anderes als ein Appell nicht in Starre zu verharren, sondern endlich in Bewegung zu kommen – und zwar schnell!


Wenn wir Angst also wieder mehr als einen Appell verstehen in Bewegung zu kommen - und eine Krise einfach nur eine Phase schneller Bewegung ist - dann birgt das enormes Potential diese Bewegung in (positive) Energie zu verwandeln und im wahrsten Sinne des Wortes voranzukommen! Das gilt für Unternehmen und für jeden persönlich.


Der Umgang mit Angst ist kein einfacher Prozess. Doch indem wir unsere Angst akzeptieren, sie als Signal für Veränderung verstehen und aktiv Strategien zur Bewältigung einsetzen, können wir Krisen in Chancen verwandeln. Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen, dass diese Herangehensweise nicht nur die individuelle Resilienz stärkt, sondern auch nachhaltigen Wandel ermöglicht.


Angst ist auch nur eine Illusion der Zukunft.

Ein Gedanke von dem, was sein könnte. Nichts, was im Hier und Jetzt ist, kann uns Angst machen, denn es ist ja sowieso schon Realität.


Wer all das verinnerlicht, kann Ängste und Krisen als große Chancen begreifen.


Kann in Bewegung kommen.


Kann verändern.


Kann das LEBEN leben.


Im wahrsten Sinne des Wortes.

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Dein Kolja

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