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Wie gibt man Feedback, das wirklich ankommt? 10 Tipps für Dich

  • 30. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Im heutigen Arbeitsumfeld ist es entscheidender denn je, eine Kultur der Offenheit und des konstruktiven Austauschs zu pflegen. Feedback ist dabei der Schlüssel, um nicht nur die individuelle Entwicklung unserer Mitarbeitenden zu fördern, sondern auch um unsere Teams stärker, effizienter und zufriedener zu machen.

 

Doch wie gibt man Feedback, das wirklich ankommt, motiviert und die richtigen Weichen für die Zukunft stellt?

 

Es geht nicht darum, ein Blatt Papier mit Anmerkungen zu überreichen. Es geht um viel mehr: um Verständnis, um Unterstützung und um gemeinsames Wachstum.

 

Aus diesem Grund haben wir euch 10 essenzielle Tipps zusammengestellt, die euch dabei unterstützen werden, Feedbackgespräche zu einem mächtigen Werkzeug in eurem Führungsarsenal zu machen.

 


1️⃣ Sei positiv.

Fokussiere Aspekte, die positiv sind - nicht nur Weiterentwicklungsbedarfe oder negative Aspekte ansprechen. Natürlich ist auch konstruktives Feedback wichtig, damit dieses aber richtig ankommt und auch auf Motivation trifft, solltest du immer positive und negative Faktoren gemeinsam ansprechen. Wer nur meckert, löst Frustration aus.

 

2️⃣ Konzentriere dich auf das Verhalten, nicht auf die Person.

Wenn du Feedback zu Leistungsdefiziten gibst, dann behalte deine eigenen Emotionen im Griff. Beschreibe die Handlungen und das Verhalten der Person, nicht die Person selbst. Wenn Feedback als persönlicher Angriff empfunden wird, stehen einer produktiven Umsetzung Emotionen wie Angst oder Wut im Weg.

 

3️⃣ Gib zeitnahes Feedback.

Feedback sollte nicht erst bei der Jahresbeurteilung erfolgen, sondern möglichst zeitnah. Je konkreter ein Feedback ist, desto eher wird es verstanden und umgesetzt. Das gilt positiv wie negativ. Positives Feedback sorgt zeitnah für Wiederholung, negatives Feedback zeitnah für Veränderung.

 

4️⃣ Sei präzise.

Gib nachvollziehbare Beispiele - möglichst konkret. Baue auf eigene Beobachtungen auf. Beispiele erhöhen das Verständnis. Wenn du möchtest, dass dein Feedback wirklich etwas bewegt, muss es verstanden werden. Sonst passiert danach einfach nichts und es geht wieder wie vorher.

 

5️⃣ Stelle klar, warum DU das Feedback gibst.

Der betroffenen Person sollte klar sein, warum DU Feedback gibst. Als Führungskraft ist das von der Rolle her klarer als als Kollegin. Am besten ist es aber in jeder Rolle, dein persönliches Warum klarzustellen. Bei negativem Feedback: "Warum stört dich etwas, was ist dein Beweggrund dahinter"? Bei positivem Feedback "Warum ist dir die Person oder Situation so wichtig?"

 

6️⃣ Vermeide Werturteile.

Feedback darf nicht als „Mantel“ für die eigenen Werturteile verwendet werden. Werturteile sind nur deine Meinung über den Charakter einer Person – Feedback sollte neutral sein. Hierbei ist es wichtig, sich selbst immer wieder zu reflektieren. Oft hilft es auch Feedback nicht als Reflex zu geben, sondern sich kurz zu sammeln und wirklich zu reflektieren: was waren die wirklichen Anteile der Person an der Situation.

 

7️⃣ Lass Entscheidungs- und Handlungsfreiraum.

Bei einem Feedback teilst du deine Beobachtung und Einschätzung einer Person - es liegt an ihr, dieses zu übernehmen. Deshalb ist hierbei Verständnis auch viel wichtiger als Druck und Macht. Zwar können diese auch wirken, sorgen aber dauerhaft für eine Kultur der Angst, die Motivation und Innovation killt.

 

8️⃣ Follow-up

Wenn im Rahmen des Feedbacks negative Punkte angesprochen wurden, dann achte auf mögliche Verhaltensveränderungen und lobe dies explizit. Generell sollte bei Feedback, wo es um größere Punkte geht, immer ein Nachsorge-Gespräch stattfinden. Wie hat es geklappt? Wo gab es Probleme? Wie geht es am besten weiter?

 

9️⃣ Mache das Feedbackgespräch zu einem Dialog.

Nimm dir genügend Zeit, um zu überprüfen, dass die Person ihr Feedback versteht. Der Fokus sollte auf partnerschaftlicher Zusammenarbeit liegen. Frage auch immer nach der Sichtweise deines Gegenübers. Gleicht eure Sichtweisen ab, klärt Unterschiede - nicht bewertend, sondern zukunfts- und lösungsorientiert.

 

1️⃣0️⃣ Stelle die richtigen Voraussetzungen sicher.

In deiner Beziehung sollte die notwendige Autorität, Glaubwürdigkeit und Vertrauen etabliert sein – nur so wird dein Feedback akzeptiert und kann überhaupt wirken. Das heißt, damit Feedback wirken kann, braucht es einen entsprechenden Beziehungsaufbau als Fundament.


Wie hast Du zuletzt Feedbackgespräche geführt? Hast du Fragen zu unseren 10 Tipps oder hast du sogar noch mehr Ideen aus der Praxis? Dann lass uns miteinander sprechen. Schreib uns einfach unverbindlich eine Nachricht unter info@wertemanagement-lange.de

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